If i can’t dance…

 

Wir freuen uns wirklich sehr folgende Veranstaltung ankündigen zu dürfen:

 

Abendveranstaltung zu dem Thema „If I can‘t dance… – politisch feiern, nur wie?“, organisiert vom Antisexistischen Bündnis Rostock (asb_hro) in Kooperation mit dem IKuWo e.V. und mit vielen spannenden Gästen aus Greifswald, Rostock, Leipzig, Potsdam und Berlin.

15.10.11 ab 18.30 Uhr im IKUWO

Auf dem Podium erwarten uns Vertreter:innen von:

Spartacus (Club, Potsdam)
Do it herself (Partyorga- und Technik-Crew, Leipzig)
Drek Kids from the Block (Konzertgruppe, Rostock)
Ask gerd_a, (Awareness-Gruppe, Berlin)
(Ex-)Homoelektrik (Partyorga, Leipzig)
Hedonist:innen (Partyorga, Greifswald)
Security (Rostock)
Ikuwo (Aussschank, Greifwald)
UPDATE
Drugscouts (Drogenumgang, Leipzig)

Über das was eine „gute“ Party ist und ausmacht gibt es wahrscheinlich so viele Meinungen wie Besucher:innen. Veranstalter:innen und Clubs haben eigene Ansprüche an Partys, die sie besuchen und noch mehr an diese, die sie selbst organisieren. Im Spannungsfeld von gewünschter Atmosphäre und Rentabilität entscheidet letzten Endes häufig das Publikum in seiner Anzahl und mit seinem Verhalten über das Klima der Veranstaltung.
Wir wollen auf unseren Partys, Konzerten und Events eine Umgebung schaffen, wo jeder Gast sich wohl fühlt und Spaß haben kann und niemand belästigt oder genervt wird. Viele von uns versuchen darüber hinaus politische Inhalte zu vermitteln, Party und Politik also miteinander zu verbinden.
Aber ist es überhaupt machbar, eine Party zu veranstalten, wo alle Menschen vergnügt sind? Eines ist klar alle Menschen will kaum eine_r bedienen. Teilweise sind Rassismus, Sexismus und Homophobie diskutierte Ausschlusskriterien. Handfest wird es allerdings oft nur dort wo äußere Merkmale auf Einstellungen schließen lassen, z.B. bei Thor Steinar-Träger:innen. Denn wer darf beurteilen welches Verhalten sexistisch oder rassistisch ist und wer entscheidet über die Konsequenzen? Hier fängt das Problem an. Wie weise ich Gäste auf gesetzte Ansprüche hin und wie ermächtige ich sie zur Handlungsfähigkeit?
Reicht hierfür ein Hinweis auf Flyern oder benötigen wir doch ein Handbuch mit Verhaltensregeln? Können sich Gäste wohlfühlen, denen ständig die Hausordnung vor die Nase gehalten wird. Allerdings können wir anscheinend nicht voraussetzen, dass jede_r eine Party als Wohlfühlraum versteht, der frei von diskriminierenden Verhalten ist. Können wir allen Gästen zutrauen trotz Alkohol und anderen Substanzen bis morgens um 6 Uhr die persönlichen Grenzen anderer zu erkennen und ihr eigenes Verhalten zu reflektieren? Wie gehen wir mit Menschen um, die diese Wertvorstellung nicht teilen oder (un-)bewusst damit brechen?

Zusätzlich wollen wir uns dem Diskussionspunkt Emanzipation und (verdeckte) Sexismen stellen. Und dabei den Blick richten auf: Technik, die doch wieder nur von Männern betreut wird, Ausschank und Deko, welche vornehmlich von Frauen übernommen wird und Security, die von großen böse drein-blickenden Muskelmänner geleistet wird. Können diese Aufgaben auch ohne die Reproduktion von stereotypen Geschlechterbildern verteilt und erfüllt werden?

Auf der Veranstaltung sollen Vor- und Nachteile verschiedener Ansprüche diskutiert und gemeinsam unterschiedliche Verfahrensweisen besprochen werden. Der Umgang miteinander auf Partys soll hierbei explizit im Fokus stehen und von unterschiedlichen Bereichen einer Veranstaltung aus betrachtet werden.

 

 


Ein Senf bis jetze, Deinen Senf dazugeben?

  1. Podiumsdiskussion: If I can't dance | Fleischervorstadt-Blog - Geschichten aus Greifswald - polemisch - politisch - positioniert says:

    [...] nicht nur Akteure aus Leipzig, Berlin und Rostock kommen werden, sondern auch Vertreterinnen der Greifswalder Sektion der Hedonistischen Internationalen und des IKUWOs miteinander diskutieren. Über das was eine „gute“ Party ist und ausmacht gibt [...]

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